Steuerfreie Zuwendungen kommen gut an

Monat für Monat das Gleiche: Ihr Arbeitnehmer erhält sein Gehalt, unabhängig davon, wie gut er gearbeitet oder wie motiviert er Projekte angestoßen hat. Eine Gehaltserhöhung klingt da für den Mitarbeiter erst einmal angenehm, bedeutet sie doch auf den ersten Blick mehr Geld und Anerkennung. Allerdings ist ein Aufschlag auf das Bruttogehalt nicht immer der beste Weg, um den Angestellten etwas Gutes zu tun. Denn nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben kommt meist nur noch wenig von der Gehaltserhöhung beim Arbeitnehmer an. Steigen dann auch noch die Lebenshaltungskosten, spürt der Mitarbeiter nichts von dem Bonus.
Zuwendungen mit Steuervorteil
So mancher Chef belohnt seine Angestellten daher nicht in Euro und Cent, sondern mit Sachleistungen. Das hat Vorteile, denn viele der so genannten Sachbezüge sind steuerlich begünstigt oder sogar gänzlich steuerfrei. Ein Sachbezug liegt vor:
bei jeder Einnahme, die nicht in Geld besteht
bei einer Zahlung an den Arbeitnehmer, die mit der Auflage verbunden ist, den Geldbetrag nur in einer bestimmten Weise zu nutzen
bei einem Warengutschein mit einem Höchstbetrag
Höhere Sachbezugswerte ab 2019
Ein Beispiel für einen steuerbegünstigten Sachbezug ist der Essenszuschuss. Vor allem kleinere Unternehmen können sich häufig keine Kantine leisten. Hier gibt es einige Varianten, vom Restaurantscheck bis hin zur digitalen App. Essenszuschüsse werden außerhalb des Betriebs nicht nur in Gaststätten akzeptiert. Auch in Supermärkten und anderen Lebensmittelgeschäften können sich Mitarbeiter für die Mittagspause versorgen. Ab 2019 können Arbeitnehmer hier sogar von höheren steuerfreien Sachbezugswerten profitieren: Der Bundesrat beschloss Ende vergangener Woche die Änderung der Sozialversicherungsentgeltverordnung. Damit ist ab 2019 pro Arbeitstag ein Steuerbonus von bis zu 6,40 Euro für ein Mittagessen möglich.
Gesundheitsvorsorge und Suchtvorbeugung zählen ebenfalls zu den steuerbegünstigten Zusatzleistungen. Gleich ob Entspannungsprogramm, Rückentraining oder Nichtraucherkurs: Hier können Sie Ihrem Mitarbeiter Leistungen im Wert von bis zu 500 Euro pro Jahr steuer- und sozialversicherungsfrei zukommen lassen.
Gutscheinkarte für den Einkauf
Mit speziellen Scheckkarten können Angestellte bei verschiedenen Anbietern einkaufen, also nicht nur bei Tankstellen, sondern auch in Kaufhäusern oder Internetshops. Diese klassischen Sachbezüge sind steuerfrei – allerdings nur bis zu einer Freigrenze von 44 Euro pro Monat.
Zu den Gehaltsextras, die Unternehmen ihren Mitarbeitern gewähren können, zählen außerdem das Jobticket oder der Zuschuss zur Kinderbetreuung. Aber auch Personalrabatt, Smartphone, Computer und Software-Zubehör oder ein steuerfreier Zuschuss zu den Internetkosten sind denkbar.
Die Palette der steuerbegünstigten Gehaltsextras ist vielseitig. Allerdings sind einige Besonderheiten zu beachten, etwa, ob es sich um einen Freibetrag oder eine Freigrenze handelt. Oder ob Sie als Arbeitgeber eine pauschale Versteuerung vornehmen müssen. Diese Aspekte sollten Sie mit Ihrem Steuerberater besprechen, damit der geplante Vorteil für den Mitarbeiter nicht zur Falle beim Finanzamt wird.

DATEV Fachbuch „Ratgeber Gehaltsextras“ und Lernvideo
Das DATEV-Fachbuch „Ratgeber Gehaltsextras, 4. Auflage“ informiert Sie über die wichtigsten Sachbezüge und zeigt die steuer- und sozialversicherungsrechtlichen Vorteile für Arbeitgeber und Arbeitnehmer auf.
Das Lernvideo online „Gehaltsextras und die Umsetzung in DATEV LODAS“ zeigt die wichtigsten Sachbezüge mit steuer- und sozialversicherungsrechtlichen Vorteilen für Arbeitgeber und Arbeitnehmer. So wird deutlich, wie Mitarbeiter gefunden und durch steuerfreie Leistungen, pauschalbesteuerte Lohnbestandteile und sonstige Leistungen an das Unternehmen gebunden werden können.

Quelle: https://www.trialog-magazin.de/2018/11/06/steuerfreie-extras-kommen-gut-an/

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